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Kunst in Niederbayern

Otto Zirnbauer: St. Johannes Nepomuk

Foto: Pia Günthner

Daten:

Künstler: Zirnbauer, Otto

Lebensdaten: 1903–1970

Gattung: Plastik/Skulptur

Material: Kalk-/Sandstein

Abmessung: 3,5x0,9x0,9 m

Datierung: 1957

Inschriften: 1718; Franciscus Aloysius S. R. I. Comes de Lamberg Canonic Metro Salisburg Cath Pass

Adresse: Römerplatz, 94032 Passau

Eigentümer: Stadt Passau

Bemerkungen: Kopie der St. Nepomuk-Statue von Joseph Carl Hofer (1759) vor dem Lukas-Ker-Waisenhaus im Ort

Die Skulptur stellt den Brückenheiligen St. Johannes Nepomuk dar und befindet sich direkt am Altstadt-seitigen Kopf der Prinzregent-Luitpold-Brücke (genannt Hängebrücke). Erhöht durch drei abgegrenzte Sockel ist der Betrachter gezwungen, den Blick zu heben. Der unterste Granitsockel trägt einen ehemals weißen Kalksteinsockel mit einem plastischem Wappen und der Jahreszahl „1718“ in ihren Ziffern auf den vier Ecken der Frontansicht verteilt. Die anderen drei Seiten des Sockels sind mit plastisch dargestellten sechs-zackigen Sternen besetzt. Die zweizeilige Widmungsinschrift auf der Standplatte und das Wappen auf dem Sockel weisen die Skulptur als Stiftung des Domherrn Franz Alois Graf von Lamberg aus. Die Figur ist im Kontrapost dargestellt, das linke Standbein steht fest auf dem Sockel, während das rechte Spielbein leicht angewinkelt ist und somit eine Neigung des Oberkörpers der Figur zulässt. In seinen Händen hält Nepomuk ein Kruzifix, welches er mit geneigtem Kopf andächtig anblickt. Den ikonografischen Richtlinien entsprechend trägt die Nepomuk-Figur ein Messgewand, welches bis zum Boden reichend die Schuhspitzen der Skulptur zeigt, und ein Chorhemd sowie eine Mozetta aus Pelz. Weitere ikonografische Attribute sind der Heiligenschein mit fünf Sternen und das Birett. Die Skulptur entstand in Anlehnung an die St. Nepomuk-Statue von Joseph Carl Hofer (1759), welche Zirnbauer im selben Jahr restaurierte. (Pia Günthner)

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