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Kunst in Niederbayern

Siegfried Schriml: Flösser

Foto: Marita Haller, Zwiesel

Daten:

Künstler: Schriml, Siegfried

Lebensdaten: 1927–2016

Gattung: Plastik/Skulptur

Material: Bronze und Granit

Eigentümer: Stadt Zwiesel

Die Skulptur erinnert an die Blochholz- und Scheitholztrift. Zuletzt wurde im Jahr 1960 auf dem Großen Regen Holz nach Teisnach und Regensburg verschifft (Marita Haller).

Seit dem Mittelalter wurde der Regen für die Flößerei genutzt. Ab 1847 war der Fluss bis Zwiesel floßbar. Am 12. April 1847 gingen die ersten sieben Flöße mit Brettern von Zwiesel nach Regensburg ab. In den Wäldern um Zwiesel entstanden sogenannte „Schwellen“, in denen das Wasser der Zuflüsse aufgestaut wurde. Auch der Kleine Arbersee wurde ab 1885 als Stausee benutzt. (Peter Siegel)

In einer Einbuchtung auf der Autobrücke über den Schwarzen Regen, welche teils den Stadtpark übersieht, befindet sich das Kunstwerk ‚Flösser‘. Auf einem abgerundet-natürlichen Steinsockel, dessen Oberseite abgeflacht wurde, ist eine aus verschiedenen Elementen bestehende Bronzeskulptur montiert. Zylinderförmig erhebt sich das Metall mittig des Steins und schlägt dann in eine Art ovales Podium mit unebener oberer Seite aus. Die äußeren Flächen dieses sekundären Sockels sind verziert mit Formen, die Wellen oder länglichen Blättern ähneln. Auf dem tragenden Element aufliegend sind zwei aus mehreren dünnen Holzstämmen gefertigte Flöße, auf denen die zwei titelgebenden männlichen Figuren ihren Platz gefunden haben. Beide Männer sind ähnlich gekleidet, mit schlichtem Gewand, einem Umhang über den Schultern und einen Hut mit breiter Krempe auf dem Kopf. Die darunter angedeuteten Gesichtszüge sind vereinfacht und neutral dargestellt. Die Flösser stehen mit leicht angewinkelten Knien und zur Seite geneigt mit dem Rücken zueinander. Mit beiden Händen greifen sie ihre eigenen, langen Ruderstäbe, deren untere Enden in das vom Bronzepodium verkörperte Wasser ‚getaucht‘ sind. So treiben sie ihre Flöße und die im Rahmen der Flößerei transportierten Holzstämme über die Wogen voran. (Lisa-Marie Eder)

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