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Kunst in Niederbayern

Leopold Hafner: Bruder-Konrad-Brunnen

Foto: Annika Fricke

Daten:

Künstler: Hafner, Leopold

Lebensdaten: 1930–2015

Gattung: Plastik/Skulptur

Material: Bronze

Abmessung: 1,29 x 0,67 x 55 m

Datierung: 1984

Inschriften: "Heiliger Bruder Konrad, bitte für uns"

Adresse: Mariahilfberg 3, 94032 Passau

Eigentümer: Mariahilf-Kloster Passau

Die Bronzeskulptur des Bruder Konrads von Parzham, welche sich auf der hinteren Partie eines runden Brunnens befindet, ist seit 1984 im Innenhof des Mariahilf-Klosters, gegenüber des Eingangs zur Kirche zu finden. Der Geheiligte wird vom Künstler mit langem Bart und einem konzentrierten Blick dargestellt, wobei der Kopf nach unten rechts geneigt ist. Bruder Konrad betrachtet liebevoll eine kleinere Jesus-Figur, welche er in seiner rechten Hand hält. Der rechte Arm ist vom Körper weggestreckt, sodass Konrad die Figur genauer betrachten kann. In der anderen Hand trägt der Heilige eine muschelförmige Schale aus dreifachem Stahl, aus welchem Weihwasser in den Brunnen fließt, wobei er den linken Arm ein Stück von sich streckt. Gekleidet ist er in eine bodenlange Mönchskutte, die seine Füße gänzlich verdeckt. Das Gewand wird an der Taille mit einem band zusammengehalten. Das Wasserbecken des barocken Brunnens ist wie die Schale, das Konrad in der linken Hand trägt, muschelförmig gestaltet - existierte allerdings bereits vor der Entstehung der Skulptur. Die Innenseite des Beckens ist in einem hellen Türkis gestaltet und steht auf einem schmalen Sockel, der dem ganzen Brunnen eine erhöhte Position verschafft. Am vorderen Teil des Brunnens ist eine Gedenktafel aus Bronze angebracht, die Inschrift lautet wie folgt: „Heiliger Bruder Konrad, bitte für uns“ Auch im Inneren der Wallfahrtskirche befindet sich eine Darstellung des Hl. Bruder Konrads von Parzham, diese ist allerdings wie alle Skulpturen im Innenraum dem Barock zuzuordnen. Die Bedeutung der Person für die katholische Kirche und den Raum Niederbayern lässt sich darauf begründen, dass er das Gebet stets sehr ernst nahm, sich dienstbereit zeigte und für andere einsetzte. Ihm wird nachgesagt, dass er aufopfernd liebte. Seine Dienste stellte er dem Kloster 41 Jahre lang zur Verfügung, wobei er sich oft mit den Bitten und Sorgen der Wallfahrer auseinandersetzte, auch spendete er viel an den ärmeren Teil der Bevölkerung und nahm den Dienst der Nächstenliebe sehr ernst.

Einige Informationen wurden bezogen aus:
PNP-Artikel "Mariahilf ist um ein religiöses Kunstwerk reicher" vom 29.06.1984

Foto: Annika Fricke
Foto: Annika Fricke
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