Kurt Porzky: Hl. Rupert
Daten:
Künstler: Porzky, Kurt
Lebensdaten: 1917–2000 (01.05.2000 in Landshut)
Gattung: Plastik/Skulptur
Material: Steinguß
Abmessung: 210 cm hoch
Datierung: 1982
Adresse: Hofmark, 84307 Eggenfelden, Ortsteil Gern
"[Kurt Porzky wurde] 1917 in Neu-Ulm geboren und stammte er aus einer Familie, in der man der Kunst, allen voran der Musik, sehr zugeneigt war. [...] Seine Kindheit verbrachte er in Altötting und Pfarrkirchen. Schon da und vor allem während seiner Schulzeit fiel seine Neigung zur Malerei auf, die dann auch seinen weiteren Ausbildungsweg bestimmte. Das Rüstzeug erhielt er bei Alois Schlee, Meister der Kirchenmalerei in Altötting, wo er die Ausbildung dank seiner großen Begabung vorzeitig abschließen konnte. Es folgten, unterbrochen durch den Militärdienst und später die Einberufung zum Kriegsdienst, jeweils vier Semester an der Freien Akademie in Mannheim (Prof. Trummer) und dann an der Akademie in München (Prof. Teutzsch). Nach Kriegsende und Gefangenschaft bestätigte ihm der Berufsverband Bildender Künstler bereits am 2. November 1945 die Qualifikation zum freischaffenden Künstler. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von einem immensen Schaffen ausgelöst durch eine große Anzahl an Aufträgen." (Dr. Ulrike Scholz, Stadtarchivarin Aktötting)
Die Skulptur zeigt den Heiligen als Abt mit Mitra, Stab und Pektorale. In der linken Hand hält er Buch und Salzfass als Attribute. Das Salzfass steht für den Salzbergbau, den der Heilige Rupert gefördert hat. Der Legende nach soll er in Bad Reichenhall eine versiegte Solequelle dadurch wieder zum Sprudeln gebracht haben, indem er mit seinem Bischofsstab gegen einen Fels schlug.
Die Pfarrei Gern, spätestens seit 1418 urkundlich belegbar, hatte enge Verbindungen zum Erzbistum Salzburg, auch wenn sie wie Mitterskirchen und Wurmannsquick als eine Filiale der Ur- und Mutterpfarrei Hirschhorn angesehen wurde. Gern zählt heute noch zum Bistum Passau, Eggenfelden zu Regensburg. Die Verehrung des Hl. Rupert erklärt sich aus der frühen Zeit mit Salzburger Verbindungen.
Quellen:
Dr. Ulrike Scholz: Ein Mahnmal gegen das Vergessen. Ein Denkmal des mittlerweile nahezu unbekannten Altöttinger Künstler Kurt Porzky. In: Stadtblatt Altötting 274 (2000), S. 26-27, hier: 27.
https://www.altoetting.de/fileadmin/user_upload/Stadt/Stadtblatt/2020/stadtblatt-altoetting-oktober-2020-ausgabe-274-web.pdf
