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Kunst in Niederbayern

Karl Reidel: Nixenbrunnen

Foto: Pia Günthner

Daten:

Künstler: Reidel, Karl

Lebensdaten: 1927–2006

Gattung: Brunnen

Material: Bronze

Abmessung: 200x140x140 cm

Datierung: 1983

Adresse: Stadtwerke Vilshofen, Wittelsbacherring 6, 94474 Vilshofen an der Donau

Eigentümer: Stadtwerke Vilshofen

Karl Reidel wurde 1927 in Landshut geboren. Nach seiner Rückkehr aus dem zweiten Weltkrieg begann er 1945 seine Lehre als Steinbildhauer und studierte anschließend von 1948 bis 1954 an der Akademie der bildenden Künste in München. Während dieser Zeit freundet er sich mit Fritz Koenig an, mit dem zusammen er auch verschiedene Aufträge ausführte. 1954 wurde er in die Neue Gruppe München aufgenommen und beteiligte sich in den folgenden Jahrzehnten an diversen nationalen und internationalen Ausstellungen. Er lehrte 1962 im Rahmen einer Gast-Professur an der Notre Dame Universität und wurde 1969 mit dem Kulturpreis Ostbayern ausgezeichnet. 1970 richtete auf dem eigenen Grundstück in Obergangkofen eine Gießerei ein. Heute befindet dort ein Skulpturengarten, der nach Anmeldung besichtigt werden kann. Reidel beschäftigte sich bis zu seinem Tod im Jahr 2006 intensiv mit dem Bronzeguss. Zahlreiche Arbeiten von ihm sind im öffentlichen Raum Niederbayerns zu finden.

Der Brunnen besteht aus einem runden Becken, einer mittigen Säule, die das Wappen der Stadt Vilshofen ziert und einer aufgesetzten Nixe, die einen Fisch in den Händen hält. Das Brunnenbecken teilt sich in acht gleiche Teile, die durch runde Rippen unterteilt werden, welche am Beckenrand in spitzen Formen enden. Das Wasser fließt aus acht Öffnungen in Blütenblatt-ähnliche Becken. Daraus erhebt sich die schlichte Brunnensäule mit der Figur der Nixe. In symmetrischer Körperhaltung sitzt die Nixe auf ihrer nach hinten gestreckten Schwanzflosse. In den Händen hält sie einen kleinen Waller. (Pia Günthner)

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