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Kunst in Niederbayern

Rudolf Böttger: Schulkinder

Foto: Florian Jung

Daten:

Künstler: Böttger, Rudolf

Lebensdaten: 1887–1973

Gattung: Malerei

Datierung: 1954

Adresse: Berger Straße 29, 94469 Deggendorf

Der Maler Rudolf Böttger (1887-1973) stammte aus dem Egerland und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er den Großteil seines Lebens verbrachte und unter anderem nach 1938 im „Gaukulturrat“ für Malerei zuständig war. 1945 verschlug es Böttger nach Metten bei Deggendorf. Nach 1952 wohnte er in Regensburg-Prüfening.

Sein Sgraffito mit dem Titel „Schulkinder“ aus dem Jahre 1954 befindet sich an der Fassade der Schule St. Martin (Berger Straße 29). Es ist ein gutes Beispiel für in der Nachkriegszeit verbreitete idyllisch-verklärende Motive, die im Zusammenhang mit einer gewissen ‚Flucht‘ aus einem Lebensalltag zu sehen ist, der durch die NS-Zeit beziehungsweise den Zweiten Weltkrieg und deren Folgen auf vielfältige Weise belastet wurde.

Im Jahre 2016 sorgte die Frage, wie mit dem Kunstwerk umzugehen sei, für öffentliche Diskussionen. Zunächst hatte der Stadtrat dessen Beseitigung im Rahmen einer geplanten energetischen Sanierung beschlossen, diese Entscheidung dann aber wieder rückgängig gemacht. Bei der für 2020 geplanten Generalsanierung und Erweiterung des Schulgebäudes soll das Sgraffito nun in eine moderne architektonische Gestaltung integriert werden.
(Florian Jung, Kreisheimatpfleger Deggendorf)

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