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Kunst in Niederbayern

Heinz Theuerjahr: Wallerbrunnen

Foto: Pia Günthner

Daten:

Künstler: Theuerjahr, Heinz

Lebensdaten: 1913–1991

Gattung: Brunnen

Material: Stein, Beton, Granit, Bronze

Abmessung: Becken: 1,1x7,8x4 m / Waller: 0,6x2,1x0,7 m

Datierung: 1975/77

Inschriften: Unlesbare, verrostete Inschrifttafel an der Außenwand

Adresse: Löwenmühlstraße 29, 94032 Passau

Eigentümer: Stadt Passau

Bemerkungen: Zuletzt im Jahr 2010 restauriert

Der Brunnen besteht aus einem halbrunden Steinbecken, das einen metallenen Fisch auf einem Granitsockel umschließt. Die halbkreisförmige Ummauerung aus Rustika-Gestein in verschiedenen Erdtönen wird von flachen Granitsteinen abgedeckt. Das eigentliche Wasserbecken, in dem das Brunnenwasser circa 20cm tief steht, ist mit flachen Steinen ausgelegt und wird von einem weißen Betonband umgeben. Durch die Platzierung des Brunnens am Abhang zwischen Löwenmühlstraße und Obernzeller Straße ist die Außenwand wesentlich höher, als von der Öffnung zur Löwenmühlstraße hin ersichtlich. In der Mitte des Wasserbeckens befindet sich ein quaderförmiger Granitblock, ebenfalls rustiziert, der einen Waller (hochdeutsch Wels, ein heimischer Süßwasserfisch) aus Metall trägt. Der Fisch ist deutlich länger als sein Sockel und wird durch ihn ganz aus dem Wasser ins Trockene gehoben. Ein aus dem Brunnenboden stehendes Rohr befüllt das geöffnete Maul des Fisches konstant mit Wasser. Die Waller-Skulptur ist auf einfache Linien zurückgeführt und weist eine glatte (natürlicherweise schuppenlose) Oberfläche auf. Sein langgestreckter Körper beginnt mit einem großen, breiten Kopf, der in einen kräftig gebauten Rumpf übergeht. Im Querschnitt ist der Körper des Wallers nahezu rund, jedoch durch das Aufliegen auf dem Granitsockel fast dreieckig. Weiter hinten flacht der Körper seitlich ab und wird schlanker um dann in der einzigen Flosse der Fisch-Skulptur, der Schwanzflosse, zu enden. Hinter dem geöffneten, großen, breiten Maul sitzen seitlich zwei kleine Augen, die durch dreieckige Einkerbungen im Metall angedeutet werden. In der Verlängerung des Oberkiefers wächst ein Paar dicker, langer Barteln aus den Seiten des Wallers. Durch die charakteristischen Barteln leicht als Waller identifizierbar fehlen der Skulptur jedoch weitere Merkmale des heimischen Wallers, wie die Nasenöffnungen, ein zweites Paar Unterkieferbarteln, Zähne, Kiemenöffnung oder Flossen. (Pia Günthner)

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