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Kunst in Niederbayern

Fritz Koenig: Karyatide

Foto: Hansjörg Glaser

Daten:

Künstler: Koenig, Fritz

Lebensdaten: 1924–2017

Gattung: Plastik/Skulptur

Material: Bronze

Abmessung: 2,34 x 0,69 x 0,69 Meter

Datierung: 1994

Adresse: Rektor-Karl-Heinz-Pollok-Straße, 94032 Passau

Eigentümer: Universität Passau

Fritz Koenig wird 1924 in Würzburg geboren und verbringt seine Kindheit und Schulzeit in Landshut. Nach seiner Rückkehr aus dem Kriegsdienst studiert er von 1946 bis 1952 an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1959 nimmt er an der documenta II teil, im selben Jahr wird ihm das erste Mal eine Einzelausstellung gewidmet. 1961 baut Koenig mit seiner Frau Maria Haus, Werkstatt und Stall auf einem Grundstück im Altdorfer Ortsteil Ganslberg. Bis an sein Lebensende lebt und arbeitet Koenig dort und widmet sich erfolgreich der Zucht von Vollblutaraberhengsten. 1964 wird Koenig auf den Lehrstuhl für Plastisches Gestalten an die Technische Universität München berufen. 1965 entsteht mit der ersten „Karyatide“ eines der zentralsten Motive im Werk Koenigs. Von 1968 bis 1971 arbeitet Koenig an der „Großen Kugelkaryatide N. Y.“, die 1972 auf der Plaza des World Trade Center aufgestellt und 2001 beim terroristischen Anschlag von „911“ schwer beschädigt wird. 1993 wird die Fritz-und-Maria-Koenig-Stiftung gegründet und der Stadt Landshut übereignet. Von 1994 bis zur Eröffnung im Jahr 1998 wird von der Stadt Landshut nach Idee und Konzept Koenigs das Skulpturenmuseum im Hofberg, das heutige Koenigmuseum, errichtet. Koenig stirbt im Jahr 2017.

Eine Karyatide ist in der Architektur die Bezeichnung für eine Skulptur einer weiblichen Figur, die eine tragende Funktion innerhalb eines Gebäudes hat. Karyatiden ersetzen z. B. Säulen oder Pfeiler. Dass Koenig diesen Begriff als Bezeichnung für sein Kunstwerk wählt, wirkt vor diesem Hintergrund auf Anhieb schwer nachvollziehbar, da die Skulptur keine eindeutig figürliche Gestalt hat, frei steht und keinerlei tragende Funktion übernimmt.

Glas, Alexander: Kunst am Campus 1981-2008. Die Sammlung der Universität Passau. Passau 2008, S. 82-83.

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