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Kunst in Niederbayern

Andreas Sobeck: Trinkwasserbrunnen

Foto: Daniel Kainz

Daten:

Künstler: Sobeck, Andreas

Lebensdaten: 1942–2018

Gattung: Brunnen

Material: Eisen

Datierung: 2001

Adresse: Pfleggasse, 94469 Deggendorf

Andreas Sobeck wurde 1942 in Breslau geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen in Hengersberg und Deggendorf auf. Der materielle Mangel der Nachkriegszeit ging mit einem großen inneren Reichtum einher, der sich in einem ausgeprägten Gestaltungswillen äußerte. Dies zeigt schon Sobecks Frühwerk (unter anderem Kleinplastiken, Grafiken, Druckgrafiken). Nachdem er 1961 in Deggendorf das Abitur abgelegt hatte, studierte Sobeck Bildhauerei, Kunstpädagogik und politische Wissenschaften in München und Rom. Anschließend absolvierte er zwar die Referendarzeit als Kunsterzieher, war jedoch ab 1968 freiberuflich tätig. 1973 zog er nach Wenigmünchen (Landkreis Fürstenfeldbruck). Zwischen der Zeit um 1970 und der Mitte der 1980er Jahre arbeitete Sobeck intensiv mit Manfed Mayerle (1939 in München geborener Maler und Bildhauer, im Bereich Bildende Kunst bzw. Architektur tätig) zusammen. In den 1990er Jahren wurde Niederbayern (Winzer, Deggendorf) für Sobeck wieder zum Mittelpunkt von Leben und Arbeit. Der Bildhauer verstarb 2018 in Deggendorf.
Der aus Eisen gegossene Brunnen ist dem Charakter eines historischen Brunnens aus dem 19. Jahrhundert nachempfunden. Bereits zu dieser Zeit befand sich an diesem Ort eine Wasserstelle und auch heute können sich Besucher und Bewohner der Stadt dort mit Trinkwasser versorgen. Im Pflaster unter dem Brunnen sind kleine Metallplatten in Anlehnung an Münzen eingelassen. Sie weisen auf die Nähe des Brunnens zum Finanzamt hin. Die Inschrift auf der Schale ist als persönliche Note des Künstlers mit der guten Erinnerung an die damalige Stadtentwicklung assoziiert, die er als Kind mitbekam: „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können – Jean Paul“. (Broschüre Stadtspaziergang. Kunst im öffentlichen Raum, Stadt Deggendorf)

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