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Kunst in Niederbayern

Andreas Sobeck: Herold Max von Mühlenberg

Foto: Johannes M. L. Pasquay

Daten:

Künstler: Sobeck, Andreas

Lebensdaten: 1942–2018

Gattung: Plastik/Skulptur

Material: Bronze

Abmessung: 1,6 x 0,6 x 0,4 Meter

Datierung: 2003

Inschriften: »Geschenk eines Deggendorfer Bürgers an die Bürger der Stadt Deggendorf Zur Erinnerung an das Heroldstor, das bis zum Jahr 1822 an dieser Stelle stand. Geschaffen vom Bildhauer Andreas Sobeck, Deggend

Adresse: Bahnhofstraße 13, 94469 Deggendorf

Eigentümer: Stadt Deggendorf

Andreas Sobeck wurde 1942 in Breslau geboren. Er wuchs in einfachen Verhältnissen in Hengersberg und Deggendorf auf. Der materielle Mangel der Nachkriegszeit ging mit einem großen inneren Reichtum einher, der sich in einem ausgeprägten Gestaltungswillen äußerte. Dies zeigt schon Sobecks Frühwerk (unter anderem Kleinplastiken, Grafiken, Druckgrafiken). Nachdem er 1961 in Deggendorf das Abitur abgelegt hatte, studierte Sobeck Bildhauerei, Kunstpädagogik und politische Wissenschaften in München und Rom. Anschließend absolvierte er zwar die Referendarzeit als Kunsterzieher, war jedoch ab 1968 freiberuflich tätig. 1973 zog er nach Wenigmünchen (Landkreis Fürstenfeldbruck). Zwischen der Zeit um 1970 und der Mitte der 1980er Jahre arbeitete Sobeck intensiv mit Manfed Mayerle (1939 in München geborener Maler und Bildhauer, im Bereich Bildende Kunst bzw. Architektur tätig) zusammen. In den 1990er Jahren wurde Niederbayern (Winzer, Deggendorf) für Sobeck wieder zum Mittelpunkt von Leben und Arbeit. Der Bildhauer verstarb 2018 in Deggendorf.

Inschrift: »Geschenk eines Deggendorfer Bürgers an die Bürger der Stadt Deggendorf Zur Erinnerung an das Heroldstor, das bis zum Jahr 1822 an dieser Stelle stand. Geschaffen vom Bildhauer Andreas Sobeck, Deggendorf Gegossen in der Gießerei Anton Gugg, Straubing A.A. 2003«

Die vom Stadtplatz in Richtung Westen verlaufende Hauptachse hatte im Verlauf der Geschichte verschiedene Namen. So hieß sie unter anderem "Hörwartsgasse". Die Bezeichnung leitete sich von der wohlhabenden Bürgerfamilie Herrant ab. Da dieser Zusammenhang in Vergessenheit geriet, nannte man die Verkehrsverbindung später „Heroldstraße“ und führte den Namen irrtümlich auf einen „Herold“ zurück. Unter einem solchen war im Mittelalter – vergleichbar mit einem heutigen Diplomaten – der Bote eines Lehensherren zu verstehen. Er trug einen mit dessen Wappen geschmückten Mantel.

1830 wurde das an der heutigen Kreuzung zum Westlichen Stadtgraben stehende Stadttor beseitigt. Mit dem Anschluss Deggendorfs beziehungsweise Schachings an das Eisenbahnnetz im Jahre 1877 erhielt die nun auch den Bereich westlich der Altstadt erschließende Hauptachse den Namen „Bahnhofstraße“.

2003 wurde die von Andreas Sobeck stammende Bronzeplastik aufgestellt, die an die einstige Bezeichnung „Heroldstraße“ erinnert. Auf dem Gewand der Figur ist das bayerische Rautenwappen, auf dem Schild das Deggendorfer Stadtwappen zu sehen. (Florian Jung, Kreisheimatpfleger Deggendorf))

Foto: Liana Axinte
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