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Kunst in Niederbayern

Andreas Sobeck: Gnadenbrunnen

Foto: Florian Jung

Daten:

Künstler: Sobeck, Andreas

Lebensdaten: 1942–2018

Gattung: Brunnen

Material: Stein, Bronze

Datierung: 2004

Adresse: Michael-Fischer-Platz, 94469 Deggendorf

Ein wohl schon im Mittelalter an dieser Stelle befindlicher Brunnen spielt eine Rolle in der um 1400 erstmals belegten Legende von der Deggendorfer Gnad. In dieser ist fälschlicherweise davon die Rede, dass Deggendorfer Juden im frühen 14. Jahrhundert eine Hostie in einem mit Gift gefüllten Beutel in die Tiefe gelassen und das Wasser so verunreinigt hätten. Daraufhin sei nachts Maria über dem Brunnen erschienen (vgl. Wandgemälde an der Südfassade der Grabkirche).
Der heutige, auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückgehende Brunnen wurde seitdem mehrmals instandgesetzt beziehungsweise verändert. Andreas Sobeck hat diesen 2004 im Zuge der Neugestaltung des Platzes durch folgende Bronzeelemente ergänzt: An einem Seil hängt ein Schöpfeimer, aus dem Wasser in den mit einem Gitter versehenen Brunnen fließt. Auf dem Eimer ist folgendes Zitat des Thales von Milet (um 600 v. Chr.) zu lesen: „Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser. Aus Wasser ist alles und in Wasser kehrt alles zurück.“
Die den Brunnen bekrönende Gottesmutter im Strahlenkranz wurde 1930 als Ersatz für eine motivgleiche barocke Skulptur von der Landauer Bildhauerin Rose von Ranson geschaffen und von Andreas Sobeck bewusst belassen. (Florian Jung, Kreisheimatpfleger Deggendorf)

Foto: Florian Jung
Foto: Anton Knogl Rechteinhaber: Stadtarchiv Deggendorf
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